Genitalbereich

genital.jpgFast 50 % der Erwachsenen in Europa leiden zumindest zeitweise unter einer physisch bedingten Störung der Genitalien, wobei die Zahl schnell steigt. Wir sitzen auf unseren Genitalien, was sich stark auf deren Blutkreislauf und die Nervenfunktionen auswirkt.

Männer tendieren dazu mit einem nach hinten geneigten Becken zu sitzen. Diese unbewusste Ausweichmethode erleichtert das Druckgefühl auf die Peniswurzel, indem es auf das Schambein verlagert wird, wo sich die Nerven und Blutgefäße befinden. Bei einem zweigeteilten Sattelstuhl mit Mittelspalte ist der Druck auf den unteren Teil des Penis (von dem etwa 9 cm oberhalb des Schambeins, unterhalb des Beckens und hinter den Hoden verlaufen) geringer als bei Sattelstühlen ohne Mittelspalte. Zusätzlich werden das Zusammendrücken des Schamnerves und der zu den Genitalien verlaufenden Venen, nahezu unterbunden. Wenn beim Sitzen der Druck auf den Beckenknochen, anstatt auf die Genitalien, ausgeübt wird, funktioniert auch die Lymphzirkulation besser.

Männer neigen überdies dazu, beim Sitzen ihre Oberschenkel zu spreizen, um das Druckgefühl im Genitalbereich zu beseitigen; allerdings spannen die Hosen im Sitzen , sodass die Hoden zu eng am warmen Körper anliegen. Die Spermienproduktion reagiert empfindlich auf Temperaturanstiege. Ein Sattelstuhl mit Mittelspalte lässt die Hodentemperatur auf die optimale Temperatur von 33° C sinken, während beim Sitzen auf einem normalen Stuhl die Temperatur auf ca. 37° C ansteigt. Dies stellt einen Grund für eine reduzierte Qualität des Spermas dar.

Bei einigen männlichen Radfahrern wurde festgestellt, dass der schädliche Druck auf die Weichteile Impotenz und Hodenkrebs verursacht hat. Dies ist auch ein Risiko, welches die Nutzer von einteiligen Sattelstühlen betrifft.

Auch bei Frauen wurde nachgewiesen, dass Radfahren die Nerven der äußeren Geschlechtsorgane schädigt, was zu einer Schwächung der Sensibilität dieses Bereiches führt. Bei Reiterinnen und Nutzerinnen einteiliger Sattelstühle können ähnliche Symptome auftreten.

Enge Kleidung, langes Sitzen und die Verwendung von Slipeinlagen steigern das Infektionsrisiko weiblicher Genitalien. Das Sitzen auf einem Sattelstuhl mit Mittelspalte, verringert das Risiko. Viele Frauen finden einen Sattelstuhl, mit zu kleiner Mittelspalte oder ohne eine Mittelspalte, unbequem im Bereich des Beckens, da Nerven und Blutadern zwischen dem Sitz und den Beckenknochen eingeklemmt werden. Dieser Druck führt zu einer reduzierten Blutzirkulation, was ein großes, gesundheitliches Risiko darstellt.

Der Sattelstuhl mit Mittelspalte ermutigt sowohl Männer als auch Frauen, ihre Hüfte nach vorne zu neigen, ohne dass ein unbehagliches Gefühl entsteht. Dies hilft ihnen, die natürliche Lendenkrümmung und einen sicheren Winkel zwischen Oberschenkeln und Oberkörper beizubehalten, was die ideale Rückenhaltung darstellt. Der zweigeteilte Sattelstuhl senkt den Druck auf die Genitalien und stellt einen gefahrlosen Winkel zwischen den Oberschenkeln und dem Oberkörper her.